Wer Produkte über Google Shopping und die Produkteinträge im Merchant Center präsentiert, sollte seine Bilddaten jetzt überprüfen. Google kündigt ab dem 31. Januar 2027 eine Mindestgröße von 500 × 500 Pixeln für Produktbilder an. Für die Darstellung in den Anzeigenformaten empfiehlt Google mindestens 1.500 × 1.500 Pixel. Maßgeblich ist dabei das Bild, das tatsächlich an Google übermittelt wird. Zur aktuellen Google-Vorgabe für Produktbilder.
Das Shopbild und das übermittelte Bild können verschieden sein
Ein Shop kann auf der Produktseite ein ausreichend großes Foto anzeigen, während die Verbindung zum Merchant Center eine kleine Vorschaudatei überträgt. Auf den ersten Blick wirkt deshalb alles in Ordnung. Der Fehler wird erst sichtbar, wenn Sie die Bildadresse aus den übermittelten Produktdaten öffnen.
Prüfen Sie einige typische Artikel direkt im Merchant Center: einen Bestseller, ein älteres Produkt, eine Variante und einen kürzlich angelegten Artikel. Welche Datei wird jeweils verwendet? Wie groß ist sie tatsächlich? Stammt sie aus dem aktuellen Bildbestand? Eine solche Stichprobe zeigt, an welcher Stelle Sie tiefer prüfen sollten. Sie ersetzt anschließend nicht die Kontrolle des übrigen Sortiments.
Eine größere Datei ist noch kein besseres Produktbild
Ein kleines Vorschaubild lediglich hochzuskalieren löst das Qualitätsproblem nicht zuverlässig. Für unscharfe oder stark komprimierte Vorlagen sollten Sie die Originalaufnahme beschaffen oder das Produkt neu fotografieren. Prüfen Sie dabei auch, ob wichtige Details und die tatsächliche Ausführung klar erkennbar sind.
Google verlangt für Hauptbilder eine zutreffende Produktdarstellung und untersagt unter anderem Werbetexte, Wasserzeichen und Rahmen. Die Bildrichtlinien nennen die einzelnen Anforderungen. Eine Kampagnengrafik mit Rabattstörer kann daher eine andere Aufgabe erfüllen als das Hauptbild im Produktdatensatz.
Varianten brauchen eindeutige Zuordnungen
Angenommen, Sie verkaufen einen Artikel in drei Größen und zwei Farben. Dann entstehen sechs Ausführungen, die im Shop und in den übertragenen Daten eindeutig zusammenpassen müssen. Ein Foto der schwarzen Variante hilft wenig, wenn beim Aufruf zunächst die weiße ausgewählt ist.
Prüfen Sie deshalb Bild, Titel und Zielseite gemeinsam. Welche Variante wird angekündigt? Welche ist beim Öffnen ausgewählt? Gehören Preis und Verfügbarkeit genau zu dieser Ausführung? Diese Kontrolle ist besonders sinnvoll, wenn Varianten über mehrere Erweiterungen oder Schnittstellen verwaltet werden.
Produktdaten als zusammenhängenden Bestand behandeln
Google weist ausdrücklich darauf hin, dass fehlende Variantenangaben, falsche Kennzeichnungen oder Widersprüche zwischen übermittelten Daten und Website zu Darstellungsproblemen und Ablehnungen führen können. Die Produktdatenspezifikation beschreibt die Anforderungen.
Ordnen Sie deshalb auch die Verantwortung: Wo werden Bilder gepflegt? Welches System liefert Preise und Lagerbestände? Wer kontrolliert Fehlermeldungen? Wenn dieselbe Information an mehreren Stellen manuell geändert wird, sollten Sie festlegen, welcher Datenbestand verbindlich ist und wie Änderungen weitergegeben werden.
Strukturierte Produktdaten auf der Website können Google zusätzliche Angaben zu einem Angebot liefern. Sie ergänzen die sichtbaren Inhalte und die Daten im Merchant Center. Eine bestimmte Darstellung in der Suche ist damit nicht garantiert. Google erklärt das Zusammenspiel der Produktdaten.
Die Bereinigung sinnvoll priorisieren
Starten Sie mit Produkten, die bereits beworben werden, häufig verkauft werden oder für die nächste Saison wichtig sind. Erfassen Sie für jede betroffene Produktgruppe den Fehler und seine Ursache. Fehlen Originalbilder, ist eine andere Maßnahme nötig als bei einer Schnittstelle, die vorhandene Bilder zu klein ausliefert.
Korrigieren Sie zunächst eine überschaubare Gruppe. Kontrollieren Sie danach die Produktseite, die übertragenen Daten und die Verarbeitung im Merchant Center. Erst wenn dieser Ablauf stimmt, übertragen Sie die Lösung auf weitere Artikel. So wird aus einer einzelnen Bildkorrektur ein belastbarer Pflegeprozess für das Sortiment.
Sie möchten prüfen, ob Ihr Shop die richtigen Bilder und Produktdaten übermittelt? Sprechen Sie mit uns über Ihren Onlineshop und seine Anbindungen.